Phasenmodulierte Sender
 

Mobilfunk

Die durch hochfrequente Mobilfunk-Sender ausgestrahlten phasenmodulierten, niederfrequenten Signale stellen für biologische Systeme durch ihre strenge Periodizität eine Irritation dar.

Solche Signale kommen in der Natur und biologischen Systemen nicht vor.

Hochfrequenzstrahlung des Alltags ist weniger kritisch durch ihre Quantität, die hochfrequente Feldstärke (Leistungsflußdichte), sondern durch ihre Qualität, die niederfrequente Modulation (gepulst).

 

Digital modulierte HF-Strahlung aus dem D - Netz mit streng periodischem Puls von 434 Hz (217 Hz): Pulsmodulation D-Netz

 

 

 

Bis zu 20 dB Amplitudenausschlag im Wohnzimmer bei Intensitäten von 0,01 µW/qm in 900 m Entfernung von der nächsten D-Netz- Basisstation.

Beispiele für Mobilfunksendeanlagen

An allen exponierten Standorten entstehen zahllose Sendeanlagen für Mobilfunk. Für eine flächendeckende Versorgung mit Mobilfunk sind diese meist gar nicht mehr nötig. Oft werden neue Anlagen von konkurrierenden Telekommunikations-Unternehmen erstellt.
Funkturm Lübeck-Stockelsdorf

Funkturm in Lübeck-Stockelsdorf mit Mobilfunksendern

Mobilfunkturm

Mobilfunkturm

Mobilfunksender HH-Poppenbüttel

Hochspannungsleitung mit Mobilfunksender in Hamburg Poppenbüttel

 

MobilfunksenderBargteheide
Mobilfunksender Postturm Ortsmitte Bargteheide

 

MobilfunksenderBargteheide2
Mobilfunksender Polizeistation Bargteheide

 

Mobilfunksender Nahe

 

Mobilfunksender Nahe2

Mobilfunksender auf dem Silo in Nahe (Mindestens 12 Sendeanlagen)

 

Mobilfunksender Schornstein
Mobilfunksender auf einem Schornstein

 

Mobilfunksender Windrad
Mobilfunksender an einem Windrad bei Bad Oldesloe

 

 

Fallbeispiel aus Hannover
Hochfrequenz-Messung im Rahmen einer Wohnungsbesichtigung

Der Interessentin für eine Mietwohnung in Hannover fiel ein Mobilfunkmast in einer Entfernung von 180 m auf.

  Hannover Funkturm Funkmast vor dem Schlafzimmerfenster einer Mietwohnung in Hannover

Hannover FrequenzübersichtMessergebnis:
Ü bersicht über die Frequenzbereiche bis 3 GHz

 

Die Messung konnte im Rahmen einer Wohnungsbesichtigung durchgeführt werden und ergab eine Strahlenbelastung von 21.900 µW/qm, was eine exteme Anomalie im baubiologischen Sinne darstellt und selbst die höchsten in Deutschland definierten Vorsorgewerte übersteigt.

Fazit:
Nach der Bekanntgabe der Messergebnisse nahm die Interessentin Abstand von einer Anmietung der strahlenbelasteten Wohnung.

 

 

 

Technische Informationen zu Mobilfunk:

Übersicht phasenmodulierte Sender (PM):

T-DAB (Terrestrial Digital Audio Broadcasting) (223 - 230 MHz, gepulst mit 10,4 Hz)

TETRA (Trans European Trunked Radio) (380 - 383 MHz, Mobilteil gepulst mit 17,6 Hz)

TETRA (Trans European Trunked Radio ) (390 - 393 MHz, Basisst. gepulst mit 70,6 Hz)

TETRA (Trans European Trunked Radio) (870 - 876 MHz)

D- Mobilfunk-Netze (890 - 960 MHz, Mobilteil und Basisstation gepulst mit 108,5 Hz Half-Rate, 217 Hz Full-Rate, Organisationskanal mit 1736 Hz gepulst)

T-DAB (Terrestrial Digital Audio Broadcasting) (1.452 - 1.467,5 MHz gepulst mit 41,7 Hz)

E-Mobilfunknetze (1.710 - 1880 MHz, Mobilteil und Basisstation gepulst mit 217 Hz Full-Rate, Organisationskanal mit 1736 Hz gepulst)

DECT-Schnurlostelefone (1.880 - 1.900 MHz, gepulst mit 100 Hz)

UMTS -Mobilfunk (1920 - 1985 MHz, 4 Anbieter, phasenmoduliertes Signale im Rauschsignal verpackt, Bandbreite 3,8 - 5 MHz)

Drahtlose LAN (Local Area Network) (2.400 - 2.483 MHz Frequenzhopping mit 1.600 Hz)

Mikrowellenherd (2.450 MHz - gepulst mit 50 Hz)

 

Organisationskanal:
Der Organisationskanal eines Mobilfunkturms sendet immer mit der gleichen Intensität und einer niederfrequenten Taktung von 1.737 Hz.

Organisationskanal

23.4.2002, 12:27h 958,4 MHz

 

 

Arbeitskanäle:
Die Arbeitskanäle eines Mobilfunksendeantenne sind leistungsgeregelt. (Indoormessungen im Erdgeschoss in 900 m Abstand zum Sendeturm). Je nach Entfernung des Handynutzers zur Basisstation wird die Sendeleistung geregelt. Entfernt sich der Handynutzer von der Basisstation, wird die Sendeleistung sowohl des Handys als auch der Basisstation stärker, bis das Gespräch an die nächste Basisstation weitergegeben wird (sog. Handover).

 
23.4.2002, 17:25h, 937,99 MHz:

Ein Gespräch (ein Zeitschlitz im Sendekanal):

23.4.2002, 17:29h, 937,99 MHz:

Zwei Gespräche:
  Arbeitskanal- ein Gespräch
Arbeitskanal- zwei Gespräche
 

 

23.4.2002, 17:30h, 937,99 MHz:
Drei Gespräche (
drei Zeitschlitze in einem Sendekanal):

 

29.5.2002, 9:50h, 948,5 MHz:
Zwei Gespräche mit gleicher Stärke:

 
Arbeitskanal- drei Gespräche
Arbeitskanal- zwei  Gespräche
 

 

29.5.2002, 9:51h, 948,5 MHz:
Zwei Gespräche mit unterschiedlichen Stärken (Peaks mit gleicher Höhe gehören zu je einem Gespräch):

 

29.5.2002, 9:52h, 948,5 MHz:
Vier Gespräche mit unterschiedlichen Stärken:

 
Arbeitskanal- zwei untersch. Gespräche
Arbeitskanal- vier untersch. Gespräche
 
 

 

Infos und Pressemeldungen zu digitalem Mobilfunk:

"Gepulste Strahlung an Mobiltelefonen"

Info-Download: "Intelligente Handynutzung" (pdf 32 kB)